ÜBERS SPIEL

... FÜR ERWACHSENE

PLAYING UP ist eine spielerische Einführung in die Performancekunst - geeignet für jedes Alter und für ganz untschiedliche Kontexte, vom Spielenachmittag bis zur künstlerischen Produktion. PLAYING UP basiert auf 15 Jahren Erfahrung in der Performancekunst mit Kindern. Es macht nicht nur Performancekunst für Kinder verständlich, sondern wirft gleich einen frischen Blick auf die Kunstfform. PLAYING UP fördert kulturelle Bildung, Kreativität und den Austausch zwischen den Generationen.

... FÜR ALLE

Mit PLAYING UP wird Performancekunst zu einem Spiel, in dem Kinder und Erwachsene sich anders begegnen können als sonst. Mit PLAYING UP könnt Ihr herausfinden, was Performancekunst für Euch ist. Dafür gibt es nur eine Vorraussetzung - MACHEN. SELBER MACHEN: Auf Autodächern liegen, mit Tieren tanzen, eine Ketchupschlacht veranstalten, einem zufällig Vorübergehenden durch die Stadt folgen, Erwachsene fernsteuern, eine eigene Sportart erfinden, Wunder suchen, elektrische Geräte auseinandernehmen, eine "Was-passiert-dann-Maschine" bauen u.v.m.

... FÜR KINDER

Wenn ihr den Teil rechts gelesen habt, wisst Ihr ja, dass wir den Erwachsenen erzählt haben, PLAYING UP sei kulturelle Bildung und fördere Kreativität. Tatsächlich ist PLAYING UP dazu gedacht, Erwachsene die unglaublichsten und merkwürdigsten Dinge tun zu lassen. Ihr werdet sehen - Erwachsene sind fast zu allem bereit, wenn es um Eure kulturelle Bildung geht.

… für Vermittler*innen

Kinder und Jugendliche finden meist einen direkten Zugang zur Performancekunst, dennoch ist ihnen die Kunstform als solche meist völlig unbekannt. Im Unterschied zu allen anderen Kunstformen ist die Performancekunst bisher kaum Teil von Curricula und Vermittlungsprogrammen. PLAYING UP kann diese Lücke zu schließen.

STIMMEN ÜBERS SPIEL

Sibylle Peters, Autorin:

"PLAYING UP ist für uns ein großes Abenteuer.
Es begann, als die Live Art Development Agency in London uns fragte, ob wir eine Box mit Materialien zur Vermittlung von Performancekunst an Kinder entwickeln könnten. Seit vielen Jahren nutzen wir Performancekunst für unsere eigenen, generationenübergreifenden Forschungsprojekte. Und in der Tat: Kinder wissen oft Bescheid über Musik, Literatur, Theater, Tanz und Malerei, nur von Performancekunst haben die meisten noch nie etwas gehört.
Dabei ist Performancekunst oft wie für Kinder gemacht, oder von ihnen. Durch die Anfrage aus London kamen wir also ins Nachdenken über Performancekunst, Kinder und Erwachsene. Entstanden ist daraus PLAYING UP - nicht nur eine Box mit Materialien zur Vermittlung, sondern ein aufregendes Spiel, in dem Kinder und Erwachsene sich anders begegnen können als sonst. Und zwar indem sie zu Performancekünstler*innen werden und sich gemeinsam berühmte Aktionen aus der Geschichte der Performancekunst zueigen machen. Aber was ist Performancekunst eigentlich? Sicher ist, dass Performancekunst live ist, lebendig. Deshalb verändert sie sich auch ständig, genau wie wir selbst. Alles Mögliche kann sich in Performancekunst verwandeln. Und vielleicht ist Performancekunst für jedeN von uns etwas anderes, weil wir alle auf eine andere Weise lebendig sind. Außerdem heißt Performancekunst natürlich, dass man mit Sachen spielt, mit denen man normalerweise gar nicht spielen darf.
Zum Beispiel indem man Kleider aus Essen macht, oder alte Elektrogeräte auseinandernimmt, um etwas Neues daraus zu bauen. Performancekunst heißt auch, sich etwas zu trauen. Es geht ums Riechen und Spüren und Schreien, und darum sich selbst mal ganz anders zu sehen, es geht darum, in eine andere Welt zu reisen, die gleich um die Ecke ist, und unterwegs Wunder zu sammeln, es geht darum in Erinnerungen zu schwelgen, darum den Kleiderschrank zu durchstöbern, sich neue Sportarten auszudenken und zum Tier zu werden."

Oshin Biswas (10 J.)

"Ich wusste gar nicht, dass ein Spiel zu spielen Kunst sein kann."

The Guardian

"[...] PLAYING UP liefert die Mittel, um etwas zu riskieren, Handlungsfähigkeit zurückzuerobern und Machtverhältnisse infrage zu stellen. Dabei macht es Spaß und ist Kunst. "

Robert Daniels

„Ohne Zweifel eine der wichtigsten Publikationen zu Performancekunst für Kinder weltweit.“

Susan Sheddan, Direktorin von Tate Families

„Tate Families are thrilled to have had this opportunity to work with Theatre of Research, to be informed by their pioneering approaches and to have the privilege of being involved in a partnership project led by their exceptional expertise. For Tate Families, this partnership has been invaluable at a new stage in our development and focus on working with intergenerational audiences through Live art practices."

Folgende Künstler*innen und Aktionen werden auf den 36 Karten des Spiels präsentiert

Mammalian Diving Reflex Haircuts by Children
Santiago Sierra Person Saying a Phrase
Mad for Real Soya Sauce and Ketchup Fight
The Guerrilla Girls
Marina Abramovic Freeing the Voice
Tehching Hsieh Rope Piece
Dennis Oppenheim Two Stage Transfer Drawing
Jana Sterbak Remote Control
Marcel Duchamp Rrose Sélavy
Curious On The Scent
Judy Clark Issues
Harold Offeh Covers
Showcase Beat le Mot Blindenfußball
Situationist International Psychogeographie
Marcia Farquhar Acts of Clothing
Joshua Sofaer Name in Lights

Jeremy Deller The Battle of Orgreave
Forced Entertainment Tomorrow’s Parties
Joseph Beuys Fettecke
Lone Twin Beastie
Yoko Ono & John Lennon Bagism
David Weber-Krebs & Maximilian Haas Balthazar
VALIE EXPORT & Peter Weibel From The Portfolio Of Doggedness
Bobby Baker Cooking the Sunday Dinner
George Brecht Drip Music
Eva Meyer Keller & Sybille Müller Bauen nach Katastrophen
Martha Rosler Semiotics of the Kitchen
Bow Gamelan Ensemble Concrete Barges
Stephen Cripps Roundabout for a Crashed Helicopter
Zoe Laughlin The Performativity of Matter
Peter Fischli & David Weiss The Way Things Go.
Vito Acconci Following Piece
Chris Burden Trans-Fixed
Mike Pearson Bubbling Tom
Aaron Williamson Barrierman
Forschungstheater/geheimagentur Anleitung zur Wundersuche